Archiv der Kategorie 'Platform'

3.-5. Dezember: Wollen wir zum Klassenausflug?

Kongress zu kritischer Gesellschaftstheorie mit Honneth, Beck, Reemtsma u.a. in Frankfurt a.M.

„Wie ist Gesellschaft heute zu begreifen? Pathologien der kapitalistischen Entwicklung erzeugen neue Risiken; Phänomene der Entgrenzung unterlaufen die gesellschaftliche Differenzierung; Pluralisierung wird überlagert durch Spaltung und Ausschluss. Der skeptische Gestus einer Soziologie, die den Rekurs auf die Kategorie der Gesellschaft verweigert, läuft gerade angesichts der globalen Wirtschaftskrise ins Leere. Empörungsverstärkung und Verdachtsbestätigung reichen nicht aus, erforderlich sind vielmehr Analysen, die Auskunft geben über gewandelte Mechanismen und Medien sozialer Integration, über neue Formen sozialer Strukturierung, erwartbare Polarisierungseffekte und veränderte Herrschaftskonstellationen.

Eine Theorie der Gesellschaft, die ihren Namen verdient, lässt sich weder durch einen von außen herangetragenen Maßstab gewinnen, noch kann sie auf begriffliche Abstraktionen verzichten. Nur durch die Konzentration aufs Einzelne und das experimentelle Austesten konkurrierender Interpretationen kann die Reflexion aufs Ganze gelingen.

Dies ist der Ausgangspunkt der Konferenz des Frankfurter und des Hamburger Instituts für Sozialforschung sowie des Münchner Sonderforschungsbereichs Reflexive Modernisierung. Durchaus im Widerstreit fragt sie nach zeitdiagnostischen Leitbegriffen, methodischen Ansätzen und normativen Perspektiven einer kritischen Sozialforschung, die an dem Anspruch festhält, ihre Zeit in Begriffe zu fassen.“

http://www.rueckkehr-der-gesellschaftstheorie.de

Demirovic – Kritische Theorie: Einführung

15. Oktober 2009 Inklusion/Exklusion und die Soziologie der Ungleichheit Prof. Dr. Rudolf Stichweh / Moderatorin: Prof. Dr. Elke Kruse

29. Oktober 2009 Die Bedeutung der Konzepte Foucaults für die Soziale Arbeit Prof. Dr. Petra Gehring / Moderator: Marco Frank

12. November 2009 Einführung in die kritische Theorie der Gesellschaft Prof. Dr. Alex Demirovic / Moderatorin: Dr. Wiebke Willms

28. Januar 2010 Anerkennung und Fremdheit Prof. Dr. Susanne Dungs / Moderatorin: Prof. Dr. Birgit Rommelspacher

Wo? AudiMax der Alice-Salomon Hochschule Berlin Alice-Salomon Platz 5 – 12627 Berlin Direkt an der U5 – Station Hellersdorf Wann? Jeden zweiten Donnerstag Von 18 bis 19.30 Uhr

Veranstaltung zu „Kulturindustrie“ am 24.10.09

Samstag, 24. Oktober 2009, 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Junge Panke
„Kulturindustrie“ — Aufklärung als Massenbetrug
oder: Was ist Kritik?

„Kultur heute schlägt alles mit Ähnlichkeit. Film, Radio, Magazine machen ein System aus“, stellten Theodor W. Adorno und Max Horkheimer vor mittlerweile über 60 Jahren in dem berühmten Abschnitt über Kulturindustrie in der „Dialektik der Aufklärung“ fest. Die darin vertretenen Thesen, die nicht selten als Anweisungen für Apokalyptiker rezipiert werden, verweisen auf Veränderungen und Verschiebungen innerhalb der Idee der Aufklärung selbst – das verändert sowohl den Begriff der Ideologie, der Rationalität als auch den der Wahrheit einschneidend.
Um Adornos These eines universellen Verblendungszusammenhanges nicht verkürzt zu verstehen, um die darin zum Ausdruck kommende Analyse von Totalität nicht totalitär misszuverstehen, um Kultur als „paradoxe Ware“ analysieren zu können, empfiehlt sich eine genaue und detaillierte Lektüre des Abschnitts „Kulturindustrie“. In systematischer Art und Weise werden wir anhand dieses Abschnittes genauer die darin enthaltenen Vorstellungen einer Weiterentwicklung klassisch hegelmarxistischer Motive der älteren Kritischen Theorie erarbeiten, darstellen und diskutieren.
Gemeinsam mit „reflect!“ im Rahmen des JugendbildungsNetzwerks bei der RLS

Team: Stefan Müller, Janne Mende (reflect! e.V.)
Anmeldung erforderlich
Teilnahme: 5 Euro (inkl. Mittagessen) –
Ort: Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin


Sloterdijk vs. Honneth

Für die, welche sich diese Woche nicht mit der ZEIT auseinandergesetzt haben. Interessentar Artikel von Honneth zum „neuesten Schrifttum“ Sloterdijks, welcher vllt. das Verhältnis zu diesem Autor grundlegend verändert (es kursierte doch zwischenzeitlich die Idee, etwas von S zu lesen?). http://www.zeit.de/2009/40/Sloterdijk-Blasen
Danach der Stein des Anstoßes in der FAZ:
http://www.faz.net/s/Rub9A19C8AB8EC84EEF8640E9F05A69B915/Doc~E3E570BE344824089B6549A8283A0933B~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Bis bald!

JAZ: Ausstellung zur „Frankfurter Schule“

Jüdische Allgemeine: \"Rückkehr nach Deutschland\"

Autonomes Seminar #2

Hey,
im folgenden die Mail von Wolfgang Ratzert vom Autonomen Seminar. Ich werde sie erst beantworten können, wenn ich wieder da bin. Ich denke abgesehen von weiteren Fragen könnten wir auf jeden Fall mal in den Lektürekurs gucken ….

Hallo Andreas,

besteht inzwischen größere Klarheit hinsichtlich
Eurer Planung über „Kritische Theorie“?

Hinsichtlich unseres eigenen Semesterprogramms
versende ich in den nächsten Tagen einen
Infobrief.

Unser Lektürekurs liest das neue Buch von Peter
Sloterdijk: „Du mußt dein Leben ändern.“ – Erster
Termin: Do, 22.10.09, 18:00 im Raum 293 im
HUB-Seminargebäude Invalidenstraße 110.
Sloterdijk setzt sich auch mit Adorno, Bourdieu
usw. auseinander – es gäbe Berührungspunkte.

Ciao
Wolfgang

Dazu muss ja der Finanzantrag eigentlich schon fertig sein, ich hab das leider im Arbeiten-Stress vergessen, werde mich aber in den nächsten Tagen mal drum kümmern. Tut mir leid, M., hab das mit der Mail auch nicht mehr geschafft. Hier aber noch, als Vorlage, der Bericht von einer durchaus vergleichbaren Veranstaltung, die letztes Jahr von der RLS gefördert wurde:
Sachbericht Seminar \"Zur Aktualität Marxscher Theorie\"

philosophische Grundlagen & Aktualität

Hallo,

je mehr ich so lese, desto sinnvoller denke ich grade war die Entscheidung, dass Turotium noch zu verschieben um uns erstmal die philosophischen grundlagen zu erarbeiten. Gerade dann, wenn wir über die Aktualität kritischer Theorie ein Seminar abhalten wollen, müssen die im Grunde genommen sitzen. Denn wenn wir uns angucken wie die kritische Theorie jetzt tatsächlich die Realität betrachtet, dann müssen wir ja wissen von welchen Grundlagen aus. Ich glaube wenn mensch nach der Aktualität kritischer Theorie fragt, gibt es zwei Ebenen die betrachtet werden müssen.

1. Wie passt die philosophoische Konstruktion, also die philosophischen Grundannahmen.
2. Wie sehr hat sich die Gesellschaft seit dem verändert. Müssen andere philosophische Grundannahmen her, oder käme mensch mit den gleichen philosophischen Grundannahmen heute teilweise zu anderen Ergebnissen.

Bei meiner Recherche habe ich bisher vor allem etwas zu ersteren gefunden. Dort wird in der Aktualitätsdebatte einer kritischen Theorie der Gesellschaft immer wieder das Verhältnis kritische Theorie (Adorno/Horkheimer als Hauptstrang, Marcuse/Benjamin als Nebenstrang, Habermas, als neuere kritische Theorie) zu Poststrukturalismus behandelt. Wobei es da immer wieder schwierig scheint genau zu definieren was die beiden Richtungen überhaupt genau ausmacht, da sie in sich teilweise doch zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Gerade Habermas, scheint wohl von der klassischen kritischen Theorie, sich immer weiter zu entfernen. Was ich so an Material Poststrukturalismus „vs.“ klassische kritische Theorie gefunden habe, kann ich ja mal online stellen.

Mir sind bei diesen Diskussionen und dem Lesen einiger unserer ausgesuchten grundlagentexte ein paar Schlüsselbegriffe aufgefallen, von denen ich nicht genau weiß ob sie noch in kritische und traditionelle Theorie oder Idee einer kritischen Theorie geklärt werden. Wenn sie das werden um so besser ansonsten bin ich grad der MEinung, dass wir uns mit diesen noch beschäftigen sollten.

1. Totalität der Gesellschaft und immanente Kritik: Soweit ich bisher weiß, wird in der kritischen Theorie die Gesellschaft als total gesehen. Im Poststrukturalismus/Dekonstruktivismus als von Brüchen durchzogen. Was für eine Bedeutung das hat und zu welchen Schlüssen, dass gerade die kritische Theorie bringt ist mir allerdings noch unklar

2. negative Dialektik: Sovuiel ich bisher weiß wohl die Nichtidentiät von bezeichnendem und bezeichneten dadurch, das alles Gleichgemacht wird, wird dem bezeichneten ein Stück seiner Identität abgeschnitten. Es kann dabei keine Synthese geben. Adorno will so Kritik üben, was das heißt, weiß ich aber auch nicht so genau.

3.bestimmte Negation: Scheint in der „Begriff der Aufklärung“ so das Allheilmittel zu sein, ich hab aber keinen Plan, was dies ist, soll aber von Hegel kommen. Hat glaub ich auch irgendwas mit Logik zu tun.

4. normativer Gehalt: bei der kritischen Theorie ist wohl noch klarer woher der kommt, beim Poststrukturalismus nicht. In der kritischen Theorie wird wohl mit den Werten, die die heutige Gesellschaft benutzt um sich selbst zu beschreiben, die Gesellschaft analysiert und dabei ein nicht zusammenpassen gefunden. Ist es das wirklich oder holen sie das noch irgendwo anders her, bei der krit. Theorie gibt es ja sowas wie Erkenntnis. Der Poststrukturalismus hätte diesen normativen Gehalt zwar auch irgendwo aber wohl noch verstckter, sieht er doch alles als im Grunde genommen kontingent an. In einem text heißt es dann der Poststrukturalismus sehe mehr Herschaftsmechanismen und MAchtmechanismen als die kritische Theorie, anders als diese könnte sie aber nicht begründen, was zu kritisieren ist und was nicht.

Ich glaube diesen 4 Punkten auf die Schliche zu kommen wäre schon ganz gut um die Grundlagen zu verstehen um dann die Schlüsse die aus den grundlagen gezogen werden, zum biespiel die Verdinglichung der menschlichen beziehungen, besser analysieren oder kritisieren zu können.

Zu dem 2. Punkt habe ich wie gesagt noch nicht so viel gefunden, aber momentan beschäftigen wir uns ja eh eher noch mit den Grundlagen, die glaube ich auch eher die schwierigeren sind.

Liebe Grüße
jupaanko

inhaltliche Arbeit in Semesterferien

Also Stephan, ich finde es löblich, dass du das klarstellst, aber für mich kommt es dann eben doch auf konkrete Einwände an, die uns konkret diskutieren lassen.
wenn wir zum beispiel in punkto kulturindustrie defizite bei den autoren der kritischen theorie erkennen, wird das natürlich zur folge haben, auch gegenstandpunkte zu diskutieren.
nur hat unser mittlerweile gefundener veranstaltungstitel qua definition den anspruch, kritische gesellschaftstheorie zu beleuchten, mit den anfängen in den 30er, 40er jahren und mit dem ausgangspunkt der shoah-analyse begründet.
hierfür muss natürlich das grundgerüst dieser theorietradition angesprochen sein und der begriff der kritik in abgrenzung zu affirmation (oder nennen wir es, wie wir wollen) geklärt sein.
die methodik einer negativen dialektik, die mit der kritik nicht einfach an einem bestimmten punkt aufhört, muss im kontext der frankfurter schule erläutert werden und kann unseren aktualitätsanspruch gut unterbringen, wie ich finde.

pardon für meine verspätung mit dem geuss-buch.
und überhaupt: pardon für meine intellektuelle und physische abwesenheit.

wir wissen, ja wo jetzt anzusetzen ist, nämlich an den texten sowie an der formalen ausgestaltung

Verwaltete Welt und Massenkultur
Methodisch konsequent arbeitet das kapitalistische System als Selbstzweck, all seine Nebenprodukte sind Bestandteil seiner Affirmation. Kulturphänomene genau wie soziale Systeme ordnen sich einer Methodik der Entfremdung unter. Dem Menschen, wenn es ihn so noch gibt, erscheint keine Alternative zu einem Alltag, in welchem er funktioniert.
Kritik des instrumentellen Alltags
- Benjamin, Walter: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit
- Baecker, Dirk mit v.a.: Kapitalismus als Religion, Kulturverlag Kadmos, 2003
- Baecker, Dirk: Studien zur nächsten Gesellschaft
- Jaeggi, Rahel: Entfremdung
- Marcuse, Herbert: Der eindimensionale Mensch
- Sloterdijk, Peter: Du mußt dein Leben ändern: Über Religion, Artistik und Anthropotechnik
- Sloterdijk, Peter: Die Verachtung der Massen: Versuch über Kulturkämpfe in der modernen Gesellschaft
- Kluge, Alexander: Nachrichten aus der ideologischen Antike

Psychoanalyse, Androzentrismus, Gender und Kritische Theorie
Es ist inzwischen zu einem Gemeinplatz geworden, dass Marxismus und Psychoanalyse der theoretische Kernbestand des interdisziplinären Forschungszusammenhangs ‚Kritischer Theorie‘ sind. Wie fein aber psychoanalytische Einsichten und Motive in die zentralen Thesen und Themen des Schlüsseltextes ‚Kritischer Theorie, der Dialektik der Aufklärung, eingewoben sind, ist noch nicht genauer untersucht worden.
- Decker, Oliver, Christoph Türcke (Hrsg.): Kritische Theorie Psychoanalytische Praxis (Broschiert)
- Marcuse, Herbert: Triebstruktur und Gesellschaft
- Rantis, Konstantin: Psychoanalyse und ‚Dialektik der Aufklärung‘ (Broschiert)
- Saebisch, Babette: Die Rezeption der Freudschen Kulturbetrachtung in Herbert Marcuses „Triebstruktur und Gesellschaft“ (CD-ROM)
- Whitebook, Joel: Der gefesselte Odysseus. Studien zur Kritischen Theorie und Psychoanalyse

Kritik der Praxis, Theorien der Praxis
- Baecker, Dirk/Alexander Kluge: Vom Nutzen ungelöster Probleme
o Alexander Kluge spricht mit Dirk Bäcker schlau und nett
- Bloch, Ernst:
o Abschied von der Utopie?
o Das Prinzip Hoffnung
- Buhren, Frank: Die Erosion der Kritik: Freud, Marx, Foucault in der modernen Diskursformation
o Probleme des bürgerlichen Strebens nach Kanonisierung und Verwertung von Gedanken
o die Entschärfung der Kritik im System des Kritisierten
- Gramsci, Antonio
- Honneth, Axel: Pathologien der Vernunft. Geschichte und Gegenwart der Kritischen Theorie
- Jaeggi, Rahel: Was ist Kritik
- Löwenthal: Mitmachen wollte ich nie
- Lukács, Georg: Gelebtes Denken
- Marx, Karl und Friedrich Engels:
o Thesen über Feuerbach, MEW 3
o Deutsche Ideologie, MEW 3
- Matschukat, Jürgen: Geschichte schreiben mit Foucault
o Brieler, Ralf: Erfahrungstiere und Industriesoldaten – Marx und Foucault über das historische Denken, das Subjekt und die Geschichte der Gegenwart
o GIBT ES BEI GOOGLE BOOKS ZUM KOSTENLOSEN ANSCHAUEN!!!
- Sartre, J.P.:
o Der Intellektuelle als Revolutionär
o Geschlossene Gesellschaft
- Weiss, Peter: Die Ästhetik des Widerstands

Eurozentrismus und die marxistische Kritik am Postkolonialismus
Zedler 1741: „Obwohl Europa das kleinste unter allen 4. Teilen der Welt ist, so ist es doch um verschiedener Ursachen willen allen übrigen vorzuziehen. […] Es hat an allen Lebensmitteln einen Ueberfluß. Die Einwohner sind von sehr guten Sitten, höflich und sinnreich in Wissenschaften und Handwerken.“
- Ashcroft, Bill; Gareth Griffiths; Helen Tiffin: The Empire Writes Back
- Dhawan, Nikita; María do Mar Castro Varela: Postkoloniale Theorie. Eine kritische Einführung. transcript-Verlag 2005
- Said, Edward W.: Orientalismus
- Schmitz, Markus: Kulturkritik ohne Zentrum. Edward W. Said und die Kontrapunkte kritischer Dekolonisation. Bielefeld: transcript-Verlag 2008
- Sloterdijk, Peter: Im Weltinnenraum des Kapitals: Für eine philosophische Theorie der Globalisierung
- http://www.goethezeitportal.de/index.php?id=1431
o Postcolonial Studies; Leitung: Anil Bhatti (New Delhi)
Dieses Forum präsentiert wissenschaftliche Texte, die im weitesten Sinne postkoloniale Fragestellungen in den Literatur- und Kulturwissenschaften dokumentieren. Das Interesse an solchen Fragestellungen, das bis vor etwa einem Jahrzehnt sich auf das angelsächsische Sprachgebiet konzentrierte, ist jetzt im mehrsprachigen Europa auffallend gestiegen. Dies mag mit den gesellschaftlichen und kulturellen Transformationen in Europa und den Spannungen, unter denen bereits bestehende komplexe Gesellschaften im historischen Prozeß existieren, zusammenhängen. Postkoloniales Denken wird in diesem Forum als ein intern durchaus widersprüchliches Ensemble von Haltungen zum Prozeßcharakter von Kulturen begriffen. Ihr Reflexionsfeld umfaßt Problembereiche wie: die Normalität bzw. Problematik plurikultureller, multilingualer, multireligiöser und multiethnischer Zusammenhänge; das Problem von Alterität, Diversität, Hybridität, und von entsprechenden Mechanismen von Inklusion und Exklusion. Im weitesten Sinne hängen diese Fragestellungen mit einem offenen Konzept von „Weltliteratur“ zusammen. Die Relevanz dieser Fragestellungen für Literatur- und Kulturprozesse in Europa wird zur Diskussion gestellt.

Update

Hier die Ergebnisse vom gestrigen „Treffen“:

Literatur für die Semesterferien:

Geuss, Raymond: Die Idee einer kritischen Theorie (wird am Freitag kopiert; wird jedeN ca. 5-7€ kosten)

Horkheimer, Max: Traditionelle und Kritische Theorie (wurde im Schwarze Risse bestellt; wahrscheinl. nicht für alle ausreichend; wird Do abgeholt) (Den Aufsatz gibt es auch hier http://rapidshare.com/files/270195318/horkheimer_theorie.pdf.html) edit: 22.08.2009: jupaanko

Adorno, Theodor Wiesengrund/Horkheimer, Max: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente (vorerst das 1. Kapitel Der Begriff der Aufklärung. Zu finden unter: http://www.offene-uni.de/archiv/textz/textz_phil/dialektik_aufklaerung.pdf)

Honneth, Axel: Kritische Theorie. In: Fetscher, Iring/Münkler/Herfried: Pipers Handbuch der politischen Ideen. Neuzeit. Vom Zeitalter des Imperialismus bis zu den neuen sozialen Bewegungen (Bd.5). S.601-611. (zu finden unter: http://rapidshare.com/files/261304946/krit.th.honneth.pdf.html)

Es hat sich also ein kleiner Misch aus Grundlagentexten sowohl der Primär- als auch Sekundärliteratur ergeben. Wesentliche Einwände müssten bis spätestens morgen bestenfalls hier geäußert werden.

Des Weiteren werden subversiv, bephep und natürlich alle, die ebenfalls in Berlin verweilen, in der zweiten Augusthälfte den Finanzantrag für die RLS anfertigen.

Ok etwas weniger genervt hab ich grad in meinem Bett an unsere Diskussion heute gedacht. Wenn es so gewirkt hätte als ob ich alle anderen für blöd halte, dann möchte ich mich dafür entschuldigen. Trotz allem möchte ich gerne nocheinmal klar machen worum es mir ging.

Für mich stand für dieses Tutorium im Vordergrund kritische Theorien zu finden, die mir einen Ansatzpunkt geben die Wirklichkeit zu erklären. Ob die nun Frankfurter Schule, Postmarxismus oder Poststrukturalismus sind war mir da ziemlich egal. Dann kam raus, dass dies nicht Konsens ist und, dass sich die meisten eher dafür ausgesprochen haben sich mehr an der Frankfurter Schule zu orientieren, nicht nur in der Themenwahl sondern auch mit den Autoren, aber zu orientieren, was für mich OK war. Dann war das heute nach unserm Treffen mit Jaeggi ein hin und her erst Themen dann doch Autoren bzw halt nur Frankfurter Schule.

Und ja dazu möchte ich einfach nochmal sagen, ich finde es spannend sich mit der Frankfurter Schule zu beschäftigen, es ist bestimmt inspirierend und bestimmt durchaus auch für Politik zu gebrauchen. Aber es geht mir nicht darum genau die Methodik der Frankfurter Schuel zu verstehen, klar ist das spannend, aber dafür möchte ich kein Projektutorium gestalten, da setze ich mich lieber irgendwo rein. Mein Ziel war es ganz konkret Gegenwärtiges kritisieren zu lernen und nicht an bestimmten Punkten stopp zu machen mit der Textarbeit nur weil da die kritische Theorie noch nicht weitergedacht hat oder denken konnte und wenn dann dafür die Tiefe der Frankfurter Schule mit ihrer ganzen Methodik und Philosophie darunter leidet ist das für mich zum Beispiel OK, weil es für mich um kein Philosophie Seminar geht. Un dich glaube auch das einer der Punkte Frau Jaeggis war, dass sie meinte wir müssen uns überlegen wollen wir die kritische Theorie so durchdringen oder auch darüber hinaus gehn und halt nicht beides wie wir es jetzt machen, wobei beides einzeln OK wäre.

Mir geht es einbfach darum an Stellen wo die kritische Theorie nicht mehr weiterkommt auch anderes zu lesen und wenn dafür Zeit für das ein oder andere an mehr Tiefe der Frankfurter Schule fehlt ist das wie gesagt für mich legitim. Daher ging es mir eigentlich heute nur darum sich dies offen zu halten bzw auch zu wollen, wenn man sieht, dass die Theorie an der und der Stelle in einer Sackgasse ist bzw noch weitergehen muss, dann dies auch zu tun und nicht nur kurz mündlich anzusprechen. Und für mich war heute schon erkennbar, dass dies einige Leute nicht mehr wollten, also Neubegehung der kritischen Theorie in dem Sinne wir lesen die und sprechen dann mal drüber wie aktuell dass noch ist, damit fehlt mir persönlich aber genau der Teil der mir wichtig ist nämlich auch Texte zu lesen, die mir genau das möglich machen, das Jetzt zu kritisieren.

Natürlich ist es richtig erst mal jetzt Jaeggis Empfehlung zu lesen, aber wenn jetzt schon klar ist wir machen aufjedenfall nur kritische Theorie, dann muss ich sagen ist das nicht das was ich machen will, weil ich kein Theorie beleuchten will sondern die Realität mit Theorie, wie gesagt beides ist spannend aber allein für das erste möchte ich nicht so viel Energie verwenden und organisieren, da setze ich mich dann lieber nur rein.

Na denn lesen wir erstmal das empfohlene Buch und diskutieren nochmal, ich hoffe es ist einigermaßen rübergekommen was ich meine.