Ideologiekritik I+II

[vorraussichtlich 23.04.1010, 18 Uhr (c.t.)] Ideologiekritik I: Variationen des Ideologiebegriffs und der totale Ideologiebegriff
Zunächst soll der für die Kritische Theorie Frankfurter Prägung elementare Ideologiebegriff anhand der methodologischen Überlegungen Raymond Geuss‘ herausgearbeitet werden. Alternativ ist auch Karl Mannheim als Wissenschaftssoziologe heranzuziehen, um die ablehnende Position gegenüber einem deskriptiven (Geuss), totalen (Mannheim) Ideologiebegriff klarzumachen.
Literatur:
- Geuss, Raymond: „Die Idee einer Kritischen Theorie“, hier: S. 20-40.
- Mannheim, Karl: „Ideologie und Utopie“.

[vorraussichtlich 30.04.1010, 18 Uhr (c.t.)] Ideologiekritik II: Ideologiekritik und die Rettung der Utopie
Für die zweite Sitzung zum Thema Ideologiekritik ist eine Diskussion zu Bedeutung der ideologiekritischen Methode im heutigen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs angedacht. Hierfür eignete sich beispielsweise Raymond Geuss‘ Analyse der Semantik von Privatheit und Öffentlichkeit. Denkbar wäre auch eine Diskussion zwischen Rahel Jaeggi, Robin Celikates sowie Ina Kerner in einer weiteren Sitzung.
Ziel ist es, eine wesentlich praktisch motivierte Kritik darzulegen und eine Ideologie im positiven Sinne (gemäß Geuss Anspruch Kritischer Theorie) zu entwickeln.
Literatur:
- Jaeggi, Rahel: Was ist Ideologiekritik? In: Jaeggi, Rahel/Wesche Tilo (Hrsg.): „Was ist Kritik?“, Frankfurt/M. (Suhrkamp) 2009.
- Geuss, Raymond: „Privatheit“, Frankfurt/M. (Suhrkamp) 2002.
- Celikates, Robin und Axel Honneth: „Kritik als soziale Praxis“, Frankfurt/M. (Campus) 2009.